2 Tage in Calgary

Auf meinem Weg nach Edmonton habe ich einen Stopp in Calgary eingelegt. Von Calgary wusste ich eigentlich gar nichts und war gespannt, was mich dort erwarten würde. Zwei volle Tage (An- und Abreisetage nicht mit eingerechnet) habe ich in der Stadt verbracht und hier kommt nun mein Bericht über Calgary bzw. was habe ich dort überhaupt gemacht?

Wie überall, bin ich auch hier mit dem Greyhound Bus hingefahren und ja ich gestehe es, am liebsten wäre ich schon bei Lake Louise ausgestiegen und hätte auf Calgary gepfiffen. Aber mir hat auch der Anblick schon gereicht und ich weiß ja, dass ich Lake Louise noch sehen werde! Die Fahrt dorthin war schon etwas anstrengend – 10 Stunden Busfahrt! -, aber trotzdem sehr lohnenswert. Die Landschaft ist einfach unglaublich und man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus! Kurz vor Calgary ändert sich die Landschaft aber sehr und man merkt, dass man nicht mehr direkt in den Rocky Mountains ist. Die Gegend ist flacher, aber trotzdem kann man die Berge noch im Hintergrund sehen.

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Meinen ersten Vormittag in der Stadt habe ich damit verbracht einen Supermarkt zu finden. Wieso haben eigentlich alle kanädischen Städte in Downtown keine ordentlichen Supermärkte? Auf der Suche konnte ich aber schon einen ersten Eindruck von der Stadt bekommen, die anders ist als Vancouver und auch Kelowna. Ohne jetzt nachgeschaut zu haben, würde ich vermuten, dass dort viele Banker arbeiten. Ich glaube, die Conversation Sculpture verrät das auch schon.
Stephen Avenue Walk hat mich wirklich überrascht! Es gibt also tatsächlich sowas wie eine Fußgängerzone iin einer kanadischen Stadt. Eigentlich ist es tatsächlich eine Fußgängerzone so wie wir es aus Deutschland bzw. Europa kennen – Autos dürfen dort nicht langfahren und links und rechts sind die Geschäfte und Restaurants. Geschmückt mit niedlichen Laternen und Blumen, kann man auf Stephen Avenue rauf und runter schlendern, ohne dass es ungemütlich wird.

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Wenn man dann einen Abstecher zum Calgary Tower macht, sieht man die Avenue auch von oben. Man sieht aber natürlich die ganze Stadt von oben! Ich weiß nicht, wie lange ich dort auf dem Tower verbracht habe, ich habe bestimmt 3 bis 4 Runden gedreht, um den Ausblick wirklich von allen Seiten zu genießen. Lustig ist es auch die Leute dabei zu beobachten, wie sie auf die Glasfläche treten, um Fotos zu machen. Alle, wirklich alle, sind wackelig auf den Beinen, beim Betreten der Glasfläche. Ich bin erst gar nicht drauf gegangen und musste mich alleine nur beim Danebenstehen festhalten.

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Nun ging es zum Princeˋs Island Park. Die Schönheit einer Stadt kann man, wie ich finde, nur an den Parks ermessen. Und der Princeˋs Island Park ist wirklich ein sehr schöner Park mitten im Downtown Bereich. Dort bin ich ein bisschen spazieren gegangen und habe die Großstadt hinter mir gelassen.

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Direkt nebenan liegt der Eau Claire Market. Das ist eine kleine Mall mit einigen kleinen Boutiquen. Keine bekannten großen Marken, sondern eher ausgefallene Sachen werden dort verkauft. Durch die Mall bin ich dann ein wenig geschlendert, aber da sie nicht wirklich groß ist und mich die Läden auch nicht gereizt haben, bin ich wieder raus und habe mir die Umgebung angeschaut. Die ist meiner Meinung nach auch viel sehenswerter als die Mall selbst. Mitten in der Stadt stehen kleine Häuser, die als Restaurants ausgebaut worden sind. Sie wirken völlig fehl am Platz und haben mich sehr an die Fachwerkhäuser in Dresden erinnert. Ich musste stehen bleiben und sie bewundern, die Aussenseiter, die aber gerade deswegen dem Bezirk seinem Charme geben.

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Meine letzte Station für den ersten Tag war Chinatown. Wer einmal in Chinatown in New York gewesen ist, der findet eigentlich alle anderen langweilig, ja sogar lächerlich. Chinatown in Calgary erkennt man tatsächlich nur daran, dass die Läden und Straßenschilder jetzt auch chinesische Zeichen hatten, neben dem englischen Namen. Und natürlich an den vielen chinesischen Restaurants. So schnell man in Chinatown drin ist, so schnell ist man dann auch wieder draußen – eigentlich merkt man kaum, dass man überhaupt dort war. Trotzdem hat es einen anderen Flair als der Rest von Downtown und ich wette, das beste chinesische Essen in der Stadt findet man nur dort.


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Um den Tag ausklingen zu lassen, saß ich noch etwas im Olympic Park und auch am Bow River. Beide Plätze sind gut besucht, vor allem nach Feierabend.

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Am zweiten Tag in Calgary wollte ich mit etwas Geschichte starten und bin deswegen zum Fort Calgary gegangen. Dies ist ein kleines Museum, das einem die Geschichte der Stadt näher bringt (und auch warum Calgary mit Edmonton im Zwist steht). Auch wenn es sehr interessant war die Geschichte der Stadt kennen zu lernen, war ich trotzdem etwas enttäuscht von dem Fort, weil ich eigentlich eher ein Freiluftmuseum erwartet hatte. Stupid me. Dennoch sehr informativ und wo sonst kann man für ein paar Minuten ein Mounty sein?

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Vom Museum bin ich entlang am Bow River geschlendert, wieder durch den Princeˋs Island Park (ja ich mag Parkanlagen!) und schließlich in Kensington Village angekommen. Gestärkt mit einem frisch gemachten Smoothie habe ich mir also das In-Viertel Calgarys angeguckt. Die Häuser sind anders, etwas alternativer, es hat schon was. Ich kann mir gut vorstellen, dass man dort ein sehr nettes Plätzchen zum wohnen finden kann! Die Läden sind auch alle eher alternativ und abends kann man seine Zeit dort bestimmt sehr gut verbringen. Leider war ich gegen Mittag dort.
Meine dritte und letzte Station für den zweiten Tag war die 17th Avenue. Der Retail & Entertainment District. Okay, bei Entertainment District hätte ich eigentlich schon wissen müssen, dass nachmittags die falsche Uhrzeit ist, um dorthin zu gehen. Aber auch tagsüber ist es ganz nett durch die Straße zu laufen. Mit den vielen Bars und Kneipen und Studenten wirkte es auf mich fast noch alternativer als Kensington. Abends hat man dort bestimmt eine schöne Zeit und Barhopping dürfte das kleinste Problem dort sein. Aber auch tagsüber ist dort einiges los und man kann gut in einer der vielen Bars flanieren und dem Gewusel auf der Straße zuschauen.
Mein zweitägiger Fußmarsch sollte hier dann auch enden und ich bin erschöpft – aber zufrieden – wieder ins Hostel zurück gegangen. Manchmal kann man von einer Stadt in zwei Tagen mehr sehen, als in einem Jahr. Manchmal gibt es aber auch Städte, da hat man in zwei Tagen alles gesehen und muss gar nicht länger dort bleiben. Aber gesehen ist nicht erleben. Ich habe Calgary zwar gesehen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Stadt wirklich in voller Gänze erlebt habe.

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Veröffentlicht von

cantgowithout

What is there to tell about me? I am a vegan girl who loves to travel. I am vegan since a couple years now and that change made me love to cook. I love healthy food, I love self made food and I love to try new things. But the most importend thing to me is traveling! I like to explore new places, meet new friends and struggle with the travelerˋs life. In 2016 I quit my 9-5 job and went to Canada. I fell in love with that country, but I also realized that traveling is the thing I want to do. I hope I can take you with me on my journey and maybe you will get addicted to that wanderlust-feeling as well. Follow me on Instagram @cantgowithout

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