Meine Top 5 To-Doˋs in Vancouver

Vancouver war die erste Stadt, die ich in Canada gesehen habe. Am ersten Tag hat sie mir gar nicht gefallen. Ich weiß nicht, ob man es Kulturschock nennen kann, oder ob ich einfach etwas übermüdet war und mir deswegen alles sehr suspekt vorkam. Punks und Obdachlose gibt es schließlich auch in Deutschland, auch in Hannover, und dort hat es mich nicht so gestört. Vielleicht auch, weil ich es dort immer ausgeblendet hatte und hier wollte ich die ganze Stadt wahrnehmen, komplett aufnehmen. Und hier habe ich auch die ganze Stadt wahrgenommen. Dazu gehörten eben auch die Leute mit ihren Schildern „Anything helps“.

Das war nach einiger Zeit aber auch vergessen und ich habe meinen Aufenthalt in Vancouver sehr genossen. Mittlerweile bereue ich es auch fast, dass ich nur 4 Tage dort war. Aber da ich wieder von Vancouver abfliegen werde, kann ich spätestens dann wieder in den Genuss dieser schönen Stadt kommen.

Alles habe ich nicht von Vancouver gesehen und wahrscheinlich auch das beste verpasst. Es ist demnach sehr wahrscheinlich, dass ich nur einen Bruchteil von dem gesehen oder gemacht habe, was in allen Reiseführern steht. Aber wer braucht schon Reiseführer, wenn man seinen eigenen machen kann? Ich stehe ehrlich gesagt so gar nicht auf Reiseführer und lasse mich meistens immer vor Ort inspirieren bzw. liebe es auch Sachen zu entdecken. Dazu gehören dann auch Orte, die man in keinem Reiseführer finden kann. Bei mir sieht es dann immer so aus, dass ich mir eine Karte schnappe, gucke wo ich hingehen könnte, losgehe und dabei die Karte wieder wegstecke. So habe ich zwar eine ungefähre Vorstellung davon, was ich sehen will und wo ich hin will, lasse mich dann aber von der Stadt treiben und scheue es auch nicht in Straßen abzubiegen, die mir auf den ersten Blick gefallen. So ist es auch größtenteils in Vancouver geschehen. Auf diese Weise kann man viel mehr von einer Stadt entdecken. Ich mag es auch einfach ohne Karte rumzulaufen und mich absichtlich zu verirren. Meistens ist das die beste Art und Weise eine Stadt richtig kennen zu lernen.

Meine Top 5 aus Vancouver habe ich so zwar nicht entdeckt, aber sie sind trotzdem sehenswert und es sind Plätze an denen man sich auch verlieren kann, wenn man möchte.

1. Stanley Park

Das war eigentlich mein Highlight. Deswegen finde ich auch, dass der Stanley Park ein Must-See ist. Am besten sieht man ihn, wenn man sich ein Fahrrad mietet und eine Runde um den Park fährt. Zwischendurch kann man immer wieder Pausen machen oder man fährt einfach komplett durch, so wie wir es gemacht haben. Wir sind dabei auch sehr gemütlich gefahren und wurden von allen überholt: „On your left!“Auf diese Weise sieht man auch alle Attraktionen, die der Park zu bieten hat, die Totenpfähle, den Lighthouse … ich hätte wirklich überall stehen bleiben können! Für einen Spaziergang ist der Park aber auch super, oder man schnappt sich seine Picknickdecke und chillt dort gemütlich!

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2. Lynn Canyon Suspension Bridge

Mein zweites Highlight und ok, ich gebe es zu, meine Highlights findet man in jedem Reiseführer. Aber vier Tage sind auch etwas zu kurz, um wirkliche Geheimtipps zu erspähen, wenn man noch nie in der Stadt war und selbst erstmal Touri ist. Den Lynn Canyon Park sollte man sich aber auf keinen Fall entgehen lassen. Also Wanderschuhe an, genügend Wasser mitnehmen und wer ein Fan vom kalten Nass ist sollte auch seine Schwimmsachen nicht vergessen. Falls man alleine unterwegs ist und nicht mit einer Gruppe, der kann auch bei Touren mit machen. Ich war z.B. bei einer Tour vom Samesun Hostel mit. Die Suspension Bridge selbst ist relativ klein und falls man lieber wegen der Brücke hin möchte, sollte man sich doch lieber andere Suspension Bridges raussuchen. Dafür hat der Park aber super Hiking Trails und die Natur ist einfach gigantisch. Man geht vorbei an vielen Seen, man sieht die Berge, man sieht Abhänge. In der Nähe von der Brücke ist ein kleiner Badesee mit Wasserfall, den sehr viele als Wasserrutsche benutzt haben. Das Wasser war trotz fast 30 Grad Lufttemperatur kalt. Und bei kalt meine ich kalt! Ich bin nur mit den Füßen rein und dachte, dass sie mir gleich abfrieren. Es gab aber viele Mutige, die komplett rein sind. Hut ab dafür! Und bevor es dann wieder zurück auf die Fähre geht, sollte man noch einmal durch den Food Court an der Station schlendern.

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3. English Bay & Sunset Beach

Wer auf Strandurlaub steht, der kann den Strand auch in Vancouver genießen. Sogar mit Palmen! Darüber war ich am meisten überrascht, ich wusste nicht, dass es in Vancouver Palmen gibt. Vielleicht hätte ich mich mal vorher informieren sollen. Die Aussicht dort ist jedenfalls super (wie überall in Vancouver) und hier kann man sehr schön relaxen und die Sonnenstrahlen genießen. Auch für einen kleinen Spaziergang eignet sich English Bay perfekt, oder man fährt hier mit dem Fahrrad, oder Inliner, oder joggen klappt auch super … man kann hier also perfekt seine Freizeit verbringen. Und wenn man genug vom Strand hat, geht man einfach die Straße hoch, hat viele Restaurants oder auch Läden und – ganz wichtig – die lachenden Statuen „A-maz-ing Laughter“.

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4. Yaletown

Direkt hinter dem Samesun Hostel liegt das wahrscheinlich schönste Viertel Vancouvers. Hier lang zu schlendern ist auch ein Highlight für sich. Die Straßen, die Häuser, die Restaurants, alles sieht einfach nur gemütlich und einladend aus. Es macht glaube ich auch keinen Unterschied, ob man hier tagsüber oder eher am abend spazieren geht, Yaletwon verliert seinen Charme nicht. Und wenn man auch mal nach unten schaut, dmann sieht man die ganzen Blätter auf dem Fußweg – nicht die echten, sondern eingraviert in den Fußbogen liegt das „Laub“ das ganze Jahr über. Yaletown bietet sich dafür an, einfach mal die Karte in der Tasche zu lassen und sich in den Straßen zu verlieren.

5. David Lam Park

Von Yaletown aus gelangt man zum David Lam Park, der mir bei meinem Aufenthalt sehr ans Herz gewachsen ist. Es ist zwar kein besonderer Park und auch nicht wirklich groß – aber ich habe mich dort gerne aufgehalten. Man setzt sich auf den Grashügel in die Sonne und schaut auf das Meer hinaus. Man genießt einen Feierabend Spaziergang dort. Man lauscht den Möwen oder auch Straßenmusikern. Außerdem ist es auch ein perfekter Startpunkt, wenn man sich zum Sunset Beach aufmachen möchte. Der Weg führt entlang der Küste, vorbei am Granville Island Dock – vielleicht auch mit einem Abstecher zu Granville Island – und weiter zum Sunset Beach.Vielleicht mag ich den Park auch so gerne, weil ich einfach nur raus aus dem Hostel wollte, einem Mädchen aus dem Hostel heimlich gefolgt bin, die dort hingegangen ist, um die Abendsonne zu genießen. Es war also eine Zufallsentdeckung und genau das Richtige, was ich an dem Abend gebraucht habe!

Ich freuch mich jedenfalls schon auf ein Wiedersehen mit Vancouver und hoffe, dass es früher kommt als erwaret. Was würdet ihr mir dann für Vancouver empfehlen? Was sind eure Lieblingsplätze?

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Veröffentlicht von

cantgowithout

What is there to tell about me? I am a vegan girl who loves to travel. I am vegan since a couple years now and that change made me love to cook. I love healthy food, I love self made food and I love to try new things. But the most importend thing to me is traveling! I like to explore new places, meet new friends and struggle with the travelerˋs life. In 2016 I quit my 9-5 job and went to Canada. I fell in love with that country, but I also realized that traveling is the thing I want to do. I hope I can take you with me on my journey and maybe you will get addicted to that wanderlust-feeling as well. Follow me on Instagram @cantgowithout

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