Mein Start in Vancouver

Ich bin jetzt schon seit 3 Wochen in Canada. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Es fühlt sich für mich noch so an, als wäre ich gestern erst in Canada angekommen. Aber ich deute das als gutes Zeichen, nämlich dass es mir hier gut geht. Ich mich wohlfühle. Und das tue ich! Obwohl ich an den ersten beiden Tagen in Vancouver wieder weg wollte. Aber alles auf Anfang.

Nach ca. 15 Stunden Flug, mit Umsteigen, ekligem Flugzeugessen, aber guter Filmunterhaltung, bin ich also in Vancouver gelandet. Dort musste ich erstmal durch die Passkontrolle und Fragen beantworten: Was willst du hier? Arbeiten? Hast du schon einen Job? Wo willst du arbeiten? Hast du Lebensmittel dabei? Die hatte ich tatsächlich, weil ich es beim Umsteigen nicht geschafft habe meinen Salat zu essen. Nach der Bitte „Please don’t throw it away!“, hat er mich dann aber doch durch gelassen. Ich habe mein Gepäck abgeholt, das mit mir ankam und musste dann zur Immigration. Dort noch mal ca. 15-20 Minuten warten. Wieder erzählen, dass ich hier arbeiten möchte, wieder warten. Mit gelbem Schein und gültigem Visum raus zu meinem Gepäck gehen. Den Skytrain gesucht, gefunden, Ticket gekauft, auf den Zug gewartet, eingestiegen, bis zur Haltestelle Vancouver-City Center gefahren, ausgestiegen. Dann war ich leicht überfordert und orientierungslos, wurde aber sofort angesprochen und gefragt, wo ich hin möchte „to the Backpacker Hostel?“. Ich dachte, wow, nett die Canadier. Konnte ja nicht wissen, dass er mich nur angesprochen hat, weil er Geld erbetteln wollte, was ich nicht hatte. Trotzdem wusste ich jetzt den Weg zum Hostel und habe es auch sofort gefunden.

Nachdem ich im Hostel eingecheckt habe, bin ich wieder raus, um mir die Gegend anzugucken und um einen Schock zu bekommen. Vancouver war laut, irgendwie abgeranzt, merkwürdige Leute liefen hier rum, viele Obdachlose und auch ein paar Punks lagen auf dem Fußweg rum und haben geschlafen – ja, sie haben mitten am Tag (es war ja erst nachmittags) geschlafen. Mir gefiel es nicht. Wer sitzt denn mitten in der Stadt, Downtown, mit einer Gans auf der Straße? Ich hatte auch noch nie jemanden gesehen, der Streicheleinheiten mit seiner Ratte verkauft hat. Es war eine süße Ratte und auf die Idee muss man erstmal kommen. Aber gesehen hatte ich das vorher noch nie. Jeder schlief mit einem Schild vor sich „Anything helps“. Ich hatte ja schon vorher von der East Hastings Street gehört, aber das war hier doch die Granville Street. Wie musste es dann erst auf der E Hastings St sein? Ich hatte auch ein bisschen Angst. Aber vielleicht kam das nur vom Flug und von der Müdigkeit und morgen würde sowieso alles anders aussehen, sagte ich mir. Also bin ich wieder zurück zum Hostel, habe etwas gegessen und bin früh ins Bett.

Ausgeschlafen am nächsten morgen gab es erstmal Frühstück im Hostel, das war schließlich inklusive, bot aber nicht viel Auswahl für einen Veganer. Nur Bagels mit Käse überbacken? Naja, Brot mit Marmelade und etwas Obst mit Haferflocken mussten reichen. Also wieder raus, frohen Mutes.  Erstmal musste Geld getauscht werden, ich wusste auch wo, aber nicht mehr wo es war und wie ich da hinkommen soll. Also bin ich planlos durch die Gegend gelaufen, habe mir planlos alles angeguckt, habe gemerkt, dass es abseits der Granville St eigentlich sehr schön in Vancouver ist und stand plötzlich per Zufall vor dem VBCE, wo ich mein Geld wechseln wollte. Planlos zum Ziel, oder auch „not all those who wander are lost“. Mit Ziel ging es dann zum Canada Place und bin dort in der Gegend geblieben und lang spaziert. Langsam fühlte ich mich wohl hier. Die Aussicht vom Canada Place war unglaublich schön und es sollte noch besser werden, davon wusste ich zum dem Zeitpunkt aber noch nichts.IMG_0808

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Abends bin ich einem Mädchen aus dem Hostel heimlich gefolgt, die zufällig zur selben Zeit aus dem Hostel gegangen ist und zufällig in die selbe Richtung wollte wie ich. Sie lief zielstrebig mit Buch in der Hand und ich zielstrebig hinterher. Sie hat mich dann zum David Lam Park geführt, der richtig schön war. Eigentlich hätte ich ihr dafür danken müssen. Habe ich auch, ich weiß nur nicht, ob sie es auch gehört hat. So habe ich also einen zweiten schönen Abend in Vancouver verbracht, mit Sonnenuntergang am Wasser, sitzend im Park und den Liedern der Straßensängerin gelauscht. So habe ich auch Yaletown entdeckt und war entzückt. Ja, Vancouver wurde immer schöner!

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Als ich dort saß, wusste ich aber nicht, wie hinreißend ich Vancouver finden sollte und dass mir der Abschied schwer fallen sollte. Aber, ich werde definitv noch mal nach Vancouver gehen, noch bin ich mit dieser Stadt nicht fertig und sie auch nicht mit mir.

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Veröffentlicht von

cantgowithout

What is there to tell about me? I am a vegan girl who loves to travel. I am vegan since a couple years now and that change made me love to cook. I love healthy food, I love self made food and I love to try new things. But the most importend thing to me is traveling! I like to explore new places, meet new friends and struggle with the travelerˋs life. In 2016 I quit my 9-5 job and went to Canada. I fell in love with that country, but I also realized that traveling is the thing I want to do. I hope I can take you with me on my journey and maybe you will get addicted to that wanderlust-feeling as well. Follow me on Instagram @cantgowithout

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